Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt

Angela, eine Produktionsassistentin, reist durch die Stadt Bukarest, um im Auftrag eines multinationalen Unternehmens einen Werbespot zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz zu besetzen. Diese „Alice im östlichen Wunderland“ trifft an ihrem anstrengenden Tag auf: Großunternehmer und echte Stalker, Reiche und Arme, Menschen mit schweren Behinderungen und Sexpartner, ihren digitalen Avatar und eine weitere Angela aus einem alten, vergessenen Film, Westler, eine Katze und sogar Die Uhr des verrückten Hutmachers...

Spieltermine

Kinostart: 23.02.2024 u.a. im Gartenbaukino Wien, Breitenseer Lichtspiele Wien, KIZ Royalkino Graz, Leokino Innsbruck, Moviemento Linz, Volkskino Klagenfurt, Filmstudio Villach, Kinothek Lustenau...

Preview Innsbruck Leokino Dezember 2023 im Rahmen der Reihe Radu Judes Filme oder Warum wir plötzlich rumänisches Kino zeigen?!

Pressespiegel

„Vital, absurd und turbulent.“ profil

„Ein Meisterwerk“ Ray Filmmagazin

„Die politischste und zerstörerischste Erfahrung, die wir in unserer Zeit je erlebt haben.“ Le Monde

„In Österreich, wo die Politik verlässlich jede populistische Schikane gegenüber dem südosteuropäischen EU-Partner ausprobiert, sollte Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt geradezu

ein dringendes Pflichtprogramm sein.“ Der Standard

„Ein wilder Ritt voller Andeutungen, der reichlich Futter für Diskussionen bietet.“ Falter

„Ein filmischer Geniestreich.“ Die Furche

100% fresh tomatoes Rottentomatoes

„Wer einen guten Film sehen will, kommt an diesem nicht vorbei.“ Jugend ohne Film

"Rechne mit nichts, erwarte alles, könnte man aus Publikumsperspektive auch dazu sagen. Erfrischend!" Volksblatt

„Lang, vulgär und anstrengend.
Aber auch frech, herausfordernd und tief politisch.“ Falter

„Selten hat ein Film dem Weltuntergang so laut entgegengelacht.“   oe1

★★★★☆ „Freigeistiger Essay-Film-Slash-Black-Comedy-Collage, die das moderne Leben aus allen Blickwinkeln aufs Korn nimmt. [...] Vielleicht lebt Godards Geist in Radu Jude weiter.“  The Guardian

„Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass der Rumäne Radu Jude, 46, zu den originellsten Filmemachern der Welt gehört.“ profil

Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt möchte nicht mehr sein als ein Film. Wie selten einem das heute begegnet!“ Jugend ohne Film

„Wieder kredenzt Jude eine unreine Mischung aus Fiktion, Dokument und Essay, voller Galgenhumor und desperatem Drive. [...] Es zielt ab auf ein umfassendes Sittenbild der Schattenseiten unserer kapitalistisch durchwalteten Arbeitswelt.

Klingt trist? Ist es nicht. Oder zumindest nicht vordergründig. Jude ist weder Sozialdramatiker noch Pamphletist. Er will unterhalten. Und in Erwarte nicht zu viel . . .“ gelingt ihm das noch besser als in Bad Luck Banging, was er vor allem seiner Hauptdarstellerin zu verdanken hat: Ilinca Manolache.“ Die Presse

„Dieser irrwitzige und zornige Film ist vielleicht auch der vernünftigste Film des Jahres. [...]
Ein schwindelerregendes, schillerndes Meisterwerk der Gesellschaftskritik, ein Angriff auf den Zeitgeist von allen Seiten,  mit schäbigem Witz, tiefem Ernst und unverhohlenen schlechten Manieren übertrifft der rumänische Regisseur  sogar seinen Berlin-Gewinner Bad Luck Banging or Loony Porn.Variety

„Schonungslos lustig.“  Cinemascope

„Mit Angela bescheren uns Ilinca Manolache und Radu Jude eine der coolsten Filmprotagonist*innen der letzten Jahre.“ Uncut

„Dieser blutrünstige Film könnte mit seinem anarchischen und völlig individualistischen Ansatz wirklich bahnbrechend sein, indem er eine disharmonische, gottesfürchtige Subversion in ein düster-komisches menschliches Drama im Stil von Ruben Östlund verpackt.“  Deadline

Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt ist voll wie ein Ei, man braucht einen festen Magen: Es geht immerhin darum, ein Zeitalter der Übelkeit und der Sättigung zu erfassen. Das Kino entgeht bei Jude nicht der allgemeinen Verschmutzung, dieser massiven Kontamination, die nicht mehr nur eine theoretische Option ist, sondern zu einer täglichen, biologischen und mentalen Erfahrung geworden ist.“ Cahiers du Cinéma
„Eine Wunderkerze mit ewig langem Stiel, eine funkensprühende Aneinanderreibung, ein Protestfilm mit langem Atem.“ Uncut

„Tragikomödie über Tragikomödie mit unerträglich brillanter Wirkung. [...] Radu Jude verbindet absurden Humor mit großer sozialer Integrität.“ Indiewire

„Eine freilaufende feministische Satire. Radu Jude ist vielleicht der radikalste und überschwänglichste, so etwas wie der Jacques Rivette oder Jacques Rozier der Bewegung.“ The Hollywood Reporter

„... intellektueller Triumph.“ Tagesspiegel

„Eine elektrisierende Momentaufnahme des Lebens im 21. Jahrhundert, die sowohl unseren digitalen Zeitgeist von hinten bis nach vorne verewigt als auch seine Strukturen seziert. [...] Eine Collage zwischen schwarzer Komödie und Roadmovie.“ Filmmaker Magazin

„Eine fesselnde, zum Nachdenken anregende Reflexion über Ungleichheit und Unterdrückung.
Entfesselt ein sprühendes Rad aus Ideen, Wut, Zitaten und Anspielungen, die von Bob Dylan bis King Charles reichen.“ Screen Daily

„Das neue Werk von Radu Jude ist so außergewöhnlich.“ mubi

„Das Publikum wird von seinem pausenlosen Blitzkrieg auf die Sinne überwältigt sein.“  The Film Verdict

„Radu Jude fängt in einem apokalyptischen Kaleidoskop den grotesken Zynismus einer digitalisierten Arbeitswelt ein.“ Kino Zeit.de

„Diese amphetaminhaltige Version von "Alice im Wunderland" ist einfach nur genussvoll.“  L'Obs

„Als Collage zwischen Roadmovie und schwarzer Komödie ist Jude's neuester Film eine weitere sprudelnde Studie über das Leben im 21. Jahrhundert, ein Werk, das so konzipiert ist, dass es sowohl etwas von unserem Bildschirm-verseuchten Zeitgeist aufsaugt als auch dessen Strukturen hinterfragt. Nur wenige Filmemacher sind so zuverlässig in der Lage, Momentaufnahmen des modernen Kapitalismus und seiner Neurosen zu beschwören; noch weniger können diese Dokumente mit so viel Spielfreude und Staunen versehen wie Jude.“ The Film Stage

„Radu Judes wunderbare Satire spießt eine Reihe von modernen Absurditäten auf.“ Indiewire

"Lustig, scharfsinnig und unaufhaltsam ist Radu Judes neuester Film ist für all jene, die in der heutigen Welt zu überleben versuchen, Pflichtprogramm." Sight & Sound

„Radu Jude liefert uns einen der großen politischen Filme des Jahres. Selten hat ein Film den geballten Zynismus und die Schmach des neoliberalen Kapitalismus auf so eindringliche Weise vor Augen geführt.“ Les Inrockuptibles

„Radu Jude stellt die Betrachtung durch Montage in den Vordergrund und setzt auf den schockierenden Kontrast der Bilder. Er ist einer der wenigen glaubwürdigen Schüler eines Jean-Luc Godard.“  Le Monde

★★★★★ "Ein ambitioniertes, komplex schönes und unwiderstehliches Meisterwerk des spielerischen Postmodernismus - in der gegenwärtigen Lage von zwingender Notwendigkeit." International Cinephile Society

„Diese Kritik an unserer von sozialen Netzwerken und Bildschirmen phagozytierten Gesellschaft aus der Feder von Radu Jude beeindruckt.“ Télérama

„Radu Jude legt ein erneutes filmisches UFO vor, eine bitterböse Anklage, die sowohl inhaltlich als auch in den einfallsreichen inszenatorischen Entscheidungen erhaben ist.“ Les Fiches du Cinéma

Biografie

Radu Jude ist ein rumänischer Regisseur und Drehbuchautor. Judes Spielfilmdebüt The Happiest Girl in the World (2009) wurde für mehr als 50 internationale Filmfestivals ausgewählt. Titel wie Everybody in Our Family (2012), Aferim! (2015) und Scarred Hearts (2016) folgten und gewannen mehrere Auszeichnungen. Die internationale Premiere von The Dead Nation in Locarno 2017 markierte sein Debüt im Dokumentarfilm. Bad Luck Banging or Loony Porn gewann den Goldenen Bären der Berlinale 2021. Im Sommer 2021 war Radu Jude in Locarno mit dem Kurzfilm Caricaturana und in Venedig mit der Kurzfilm Semiotic Plastic. Sein neuester Kurzfilm, The Potemkinists, feierte in der Quinzaine des cinéastes in Cannes 2022 Premiere und trat bisher auf über 20 Festivals auf. Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt gewannn den Spezial Jury Preis in Locarno.

 

Filmografie

2023 Nu aștepta prea mult de la sfârșitul lumii (Erwarte nicht zu viel vom Ende der Welt)
2022 Potemkiniștii (The Potemkinists)
2021 Amintiri de pe frontul de est (Memories From the Eastern Front)
2021 Plastic semiotic (Semiotic Plastic)
2021 Caricaturana 
2021 Babardeală cu bucluc sau porno balamuc (Bad Luck Banging or Loony Porn)
2020 Ieșirea trenurilor din gară (The Exit of the Trains) 
2020 Tipografic majuscul (Uppercase Print)
2018 Îmi este indiferent dacă în istorie vom intra ca barbari (Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen)
2018 Cele două execuții ale Mareșalului (The Marshal’s Two Executions)
2017 Țara moartă (The Dead Nation)
2016 Inimi cicatrizate (Scarred Hearts) 
2015 Aferim!
2014 Trece și prin perete (It Can Pass Through The Wall)
2013 O umbră de nor (Shadow of a Cloud)
2012 Toată lumea din familia noastră (Everybody in Our Family)
2011 Film pentru prieteni (A Film for Friends)
2009 Cea mai fericită fată din lume (The Happiest Girl in the World)
2008 Alexandra
2007 Dimineața (In the Morning)
2006 Lampa cu căciulă (The Tube With a Hat)

Festivals & Preise

Locarno - Spezial Jurypreis

Toronto

Viennale

New York Film Festival

Chicago Film Festival - Silver Hugo: Best Performance

Material

Filmplakat

Fotos, Plakat

Trailer Youtube, Vimeo, DCP

SocialMediaPackage

Interviews

„Ich will wie Fassbinder sein, ohne das Kokain“ Neue Zürcher Zeitung

Radu Jude's (not) Guilty Pleasures  Filmcomment

„Why still make one film a year? Why not make one film a week?“ - An Enfant Terrible in Terrible Times mubi

„Rules Stop Me from Daring“  Filmmaker's Magazine

„Filmmaker's Portrait: RADU JUDE“  VIENNALE

Q&A Radu Jude

Kinostart in Kooperation mit