SCHÖNBERG PFEIFEN (Thom Marschal/Marino Formenti) ab 12.06 im Kino

Hungrig (Hungry)

Ein geheimnisvolles Wesen entdeckt in naher Zukunft eine Welt ohne Menschen und macht sich daran, die Ursache für das Verschwinden der Menschheit aufzuklären. Es folgt Spuren aus der Vergangenheit – Tonaufzeichnungen von Gesprächen mit renommierten Wissenschaftlern, aufgenommen vor dem Aussterben – und erschafft daraus seinen eigenen Dokumentarfilm: Hungrig.

Was zunächst wie ein Umweltfilm anmutet, wird schnell zum „Krimi" – zur Ermittlung, die verborgene Zusammenhänge ans Licht bringt. Experten erörtern die verhängnisvolle Entwicklung der Lebensmittelpolitik, den Rückgang der landwirtschaftlichen Vielfalt und die Macht der Konzernmonopole – bis das beklemmende Bild einer Zukunft entsteht, die zunehmend von wirtschaftlichen und politischen Mächten kontrolliert wird. 

Während das Wesen nach Verantwortlichen für das Aussterben sucht, zeigt der Film, was die Lebensmittelversorgung zerstörte, Arbeitsmärkte zerrüttete und zum Verfall der Demokratien geführt hat – bis eine finale Wendung alles Gezeigte in ein neues Licht rückt. Könnte die Menschheit doch noch gerettet werden?

Hungrigs radikaler Einsatz wissenschaftlicher Erkenntnisse ohne Talking Heads ist ein filmischer Appell zum Handeln, um diese Zukunft zu verhindern, bevor sie unsere wird.

Spieltermine

Kinostart 24.04.2026

Wien-Premiere Do. 23.04 19:30 Uhr Votivkino Wien
Tirol-Premiere Sa. 25.04 20 Uhr Leokino Innsbruck

Sondervorführung
Mi. 06.05 18 Uhr KIZ Royalkino
Sa. 09.05 17 Uhr Stadtkino Wien
 

 

Pressespiegel

„Ein mutiger und intelligenter Film, der uns durch seine innovative Inszenierung zahlreiche Denkanstöße gibt.“ Cinema Austriaco

„Ein explosiver Dokumentarfilm mit globalen Schauplätzen. Ein äußerst detailliertes Werk, das wie ein Mosaik das Panorama des fortschreitenden Niedergangs der meisten Lebensformen auf unserem Planeten entschlüsselt.“ Modern Times

A call to action The Hollywood Reporter

„Mitreißend … ein fein gestaltetes, intelligentes und eindringliches audiovisuelles Kunstwerk.“ The Film Verdict

Die Informationsdichte und globale Bedeutung machen Hungrig zu einem der Dokumentarfilme, die in jeder Schule einen Platz finden sollten – denn dies ist die letzte Generation, die noch handeln kann, bevor es zum großen Showdown kommt.“ Modern Times

Hungrig lässt sich nämlich zwar als Dokumentarfilm, aber gleichzeitig auch als eine Art futuristischer Thriller oder gar als Science-Fiction-Film bezeichnen, angesichts des besonderen Regie- und Erzählansatzes der Regisseurin.“ Cinema Austriaco

„Wenn Ihnen die Zukunft des Planeten und der Menschheit am Herzen liegt, ist Hungrig genau der richtige Film für Sie.“ The Hollywood Reporter

Biografie

Susanne Brandstätter ist eine in Wien ansässige Dokumentarfilmerin und Produzentin. Geboren in Los Angeles, übersiedelte sie nach Österreich, wo sie zunächst für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF arbeitete. Seit 2002 ist sie als unabhängige Filmemacherin und Produzentin tätig.

Ihre Filme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. In ihrer Arbeit setzt sie sich häufig mit den Auswirkungen von Macht in sozialen und politischen Kontexten auseinander. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen Rule of Law (IFF Locarno; Wiener Filmpreis), Schachmatt (IDFA) und This Land Is My Land.

 

Filmographie (Auszug)

2026 - Eine Tür für mich… offen (in Post-Produktion)

​2026 - Hungrig

2020 - This Land Is My Land

​2012 - Anna durch den Spiegel

​2012 - The Future’s Past 

2006 - Rule of Law - Justiz in Kosovo 

2003 - Schachmatt - Strategie einer Revolution

2001 - Die Schnelligkeit des Seins 

2000 - Stille Rebellen,

 

Festivals & Preise

IFFRotterdam, diagonale

 

Material

Filmplakat

Foto, Plakat,
Presseheft
SocialMediaPackage

Trailer vimeo, youtube, DCP

DIE WISSENSCHAFTLER*INNEN UND EXPERT*INNEN

IRAKLI LOLADZE

Mathematischer Biologe und Professor am Bryan College of Sciences. Bewies, dass mehr CO in der Luft die Mineralienkonzentration in Nutzpflanzen verringert.

LEWIS ZISKA

Pflanzenphysiologe und außerordentlicher Professor an der Columbia University. Erforscht Verbindungen zwischen Klimawandel, Pflanzenbiologie und Public Health.

JONATHAN LYNCH

Pflanzenphysiologe und Professor an der Penn State University. Forschert zur Pflanzenanpassung, Bodenfruchtbarkeit und Klimawandel.

KRISTEN DEANGELIS

Mikrobiologin und Professorin an der University of Massachusetts Amherst. Forscht zum Einfluss des Klimawandels auf Bodenmikroben.

SERITA FREY

Mikrobielle Ökologin und Professorin an der University New Hampshire. Erforscht Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf bodennahe Ökosysteme.

JACK GILBERT

Mikrobiologe und Professor an der UC San Diego. Forscht zu Mikrobiomen, mikrobieller Ökologie und dem Einfluss des Menschen auf die Umwelt.

HERIBERT HIRT

Botaniker, Biochemiker und Professor an der King Abdullah University of Science and Technology. Erforscht die Rolle von Mikroben beim Wachstum von Pflanzen unter Stress.

MARION NESTLE

Molekularbiologin, Ernährungsexpertin, Autorin und Professor emerita an der New York University. Forscht über Lebensmittel, Gesundheit und Ernährungspolitik.

JENNIFER CLAPP

Politische Ökonomin und Professorin an der University of Waterloo. Mitglied des wissenschaftlichen Beratungsausschusses des UN Food Systems Coordination Hub.

PAT MOONEY

Experte für Nahrungsmittelpolitik und landwirtschaftliche Biodiversität. Mitglied von IPES-Food (Internationales Expertengremium für nachhaltige Lebensmittelsysteme).

ZEPHYR TEACHOUT

Anti-Monopolexpertin, Anwältin und Professorin an der Fordham University. Forscht zur Schnittstelle zwischen unternehmerischer und politischer Macht.

MICHELLE MEAGHER

Anwältin für Wettbewerbsrecht, Expertin für Monopolmacht und Senior Fellow am SOMO und UCL Center for Law, Economics & Society. Mitbegründerin des Balanced Economy Project.

Regie Notizen

Ich glaube, dass eine informierte Öffentlichkeit einen Unterschied machen kann. Die Strategie vieler globaler Konzerne, um jeden Preis Profit zu machen, indem sie die Kontrollmechanismen unserer Demokratien umgehen, kann unterlaufen werden.  Das geht aber nur, wenn die Öffentlichkeit das Ausmaß des Problems erkennt und versteht, wie sie selbst, die Öffentlichkeit, Veränderung bewirken kann.

Mit Hungrig war es mein Ziel, ein immersives, filmisches Erlebnis zu schaffen, das nicht nur das Publikum packt und zum Nachdenken anregt, sondern ihm auch ein Gefühl der Hoffnung vermittelt – eine Hoffnung, die es ermutigt und befähigt, selbst aktiv zu werden ... so dass wir eine trostlose Zukunft, wie ich sie in meinem Film zeige, noch abwenden können.