Zama

von Lucrecia Martel

Don Diego de Zama, ein in Südamerika geborener Offizier der Spanischen Krone, sitzt in einem Provinzort an der Küste fest. Sehnlichst erwartet er einen Brief des Königs, der ihm eine Versetzung nach Buenos Aires mitteilen soll, wo er ein neues Leben beginnen möchte. Nichts soll seine gewünschte Versetzung gefährden, was Zama dazu zwingt, jede Anweisung untertänigst zu befolgen, die ihm von den zuständigen Gouverneuren zugetragen wird. Doch während die Gouverneure kommen und gehen, bleibt der ersehnte Brief des Königs aus. Nach Jahren des vergeblichen Wartens beschließt Zama, sich einer Gruppe von Soldaten anzuschließen, die einen gefährlichen Banditen jagen.

Kinostart: 06.07.2018 u.a. im Kino Wie Noch Nie, Stadtkino Wien, Cinematograph Innsbruck, KIZ Royal Kino Graz, Moviemento Linz, Programmkino Wels, Admiral Kino Wien, Masterclass mit Lucrecia Martel (entfallen)

WIEN
16.07 20:00 Uhr, 15.07 18:00 Uhr, 18.07 20:15 Uhr, 19.-25.07 täglich um 18:00 Uhr im Stadtkino im Künstlerhaus
17.07 21:00 Uhr im Admiral Kino

GRAZ im KIZ Royal Kino 16.07 18:05 Uhr, 17.07 16:00 Uhr, 21.07 14:30 Uhr
LINZ im Moviemento 18.07 16:30 Uhr
WELS im Programmkino 16.07 20:20 Uhr, 21.07 16:15 Uhr

PRESSESTIMMEN

Wunderschön, hypnotisch, mysteriös und elliptisch  The New York Times
Formidable Der Standard
Gleichermaßend verblüffend und mitreißend Variety

Genial, verblüffend“ Libération
★★★★★ „Ein eigenartiges, sinnliches Wunder. The Guardian
„Ein optisches und akustisches Feuerwerk“ Neue Zürcher Zeitung
„In vielerlei Hinsicht ein Meisterwerk“ Die Furche
„wie Kafka im Dschungel“ DiePresse
„eine der eigenwilligsten Stilistinnen des zeitgenössischen Kinos“ Falter
„Argentiniens scharfsinnigste Filmemacherinprofil
fm4 „verleiht 7 von 10 subtropischen Fieberträumen“
„unerhört sinnlich, eine Flutwelle an verstörenden und beglückenden Bildern und Assoziationen: ZAMA ist magisches Kino, in dem Wirklichkeit, Fiebertraum, Wunschvorstellung und Albdruck nicht immer klar voneinander unterscheidbar sind. […] einem glorreichen Film am Rande des Wahnsinns.“ Salzburger Nachrichten
„Lucrecia Martel verwandelt ihr bildgewaltiges Historiendrama zugleich in ein optisch wie akustisch so betörendes Tropendelirium, das seinesgleichen sucht, anstatt sich möglichst realitätsnah an der zunehmend kuriosen Handlung abzuarbeiten. […] eine ureigene, finstere Magie, der man sich nur schwer entziehen kann.“ RAY Filmmagazin
„Die Sumpflandpanoramen am Ende sind eine Wucht, so wie überhaupt die ganze Gestaltung von Bild, Off-Raum und Tonspur. Man will hier nicht mehr weg, weil man sie lieben gelernt hat: diese vielfältig sonderbare, wunderbar andere Welt von Lucrecia Martel.“ TagesAnzeiger
„Das Rumoren der Welt“ FilmDienst
Martel is back, after a nine-year absence, with the astonishing Zama  The Guardian
This isn’t just a movie but a full-on miasma, a humid, atmospheric vision of a complex world conjured from the inside.The Los Angeles Times
Monumental und unaufhaltsam El Mundo
Die furiose Euphorie von Lucrecia Martels Zama The New York Review of Books
“Few films convey such amplitude so sparely; it’s a two-hour film that feels like it’s twice that length, not in sitting-time but in narrative scope and dramatic detail.” The New Yorker
“El hermoso regreso de Lucrecia Martel fascina en Venecia Zama dejó boquiabierto al público del festival por su inteligencia y hermosura”
El País
“Nos rendimos a los pies de Zama, un clásico instantáneo que se coloca entre lo mejor del cine de los últimos años. Una película que hace pensar en Claire Denis, Werner Herzog o Hou Hsiao-hsien, pero que es única. Obra maestra.” Fotogramas
“Extraordinaria (…) una auténtica obra maestra que ratifica a Martel como una de las grandes autoras del cine contemporáneoOtros Cines
In the realm of the senses – James Quandt | Artforum

Zama

INTERVIEWS
Leute, die ständig Filme drehen, sollte man strafen Der Standard
New York Film Festival (Video)
“Being a woman I see as a great advantage”: Lucrecia Martel on Zama, Quentin Tarantino and Avoiding Gender Violence in Films Huffington Post
“The Shepard tone is an auditory illusion that seems like a constant falling pitch. One that never ends. Falling, falling, falling, falling, falling, falling, falling. So, it’s an ideal sound for Zama. It seemed like Zama’s sound to me. This sensation that there is no bottom.” – Film Comment
“Zama is a man trapped in who he thinks he is – a condition that we pursue with eagerness in our culture: Know who we are.” The New York Times
The Man With No Hands: Lucrecia Martel and Zama – Mubi Notebook
“All that heroic past and brave macho stuff makes me ill” – Sight & Sound

FESTIVALS & PREISE

  • Sarasota Film Festival 2018
  • Women’s Film Festival FEMCINE 2018
  • Cartagena International Film Festival 2018
  • Dublin International Film Festival 2018
  • Portland International Film Festival 2018
  • Göteborg Film Festival 2018
  • International Film Festival Rotterdam 2018 – Winner KNF Award
  • Palm Springs International Film Festival 2018
  • Havana Film Festival 2017Winner FIPRESCI Award, Winner Best Direction, Winner Best Art Direction
  • Morelia Film Festival 2017
  • Latin Beat Film Festival Tokyo 2017
  • Sevilla European Film Festival 2017 – Special Mention
  • São Paulo International Film Festival 2017
  • Busan International Film Festival 2017
  • BFI London Film Festival 2017
  • Valdivia International Film Festival 2017
  • The New York Film Festival 2017
  • Toronto International Film Festival 2017
  • Venice Film Festival 2017

REGIENOTIZ

Ich möchte die Vergangenheit mit der gleichen Respektlosigkeit erkunden, mit der wir sonst über die Zukunft nachdenken. Ich möchte versuchen, nicht die einschlägigen Artefakte und Tatsachen zu dokumentieren – ZAMA hegt so gesehen keinerlei geschichtswissenschaftliche Ansprüche – stattdessen möchte ich in eine Welt eintauchen, die auch heute noch unüberschaubar wirkt, mit Tieren, Pflanzen und uns heute unverständlich erscheinenden Frauen und Männern. Eine Welt, die bereits erschüttert war, bevor sie überhaupt gefunden wurde und die deswegen im Delirium verharrt.

Die Vergangenheit ist auf unserem Kontinent etwas Unscharfes und Konfuses. Wir haben sie so erschaffen, deshalb denken wir nicht nach über die Besitznahme von Land, über das Raubgut, auf dem der lateinamerikanische Abgrund fußt – Dinge, mit denen die Herkunft unserer Identität verknüpft ist. Sobald wir anfangen, in die Vergangenheit zu blicken, sind wir beschämt.

ZAMA taucht tief ein in die Zeit der sterblichen Menschen, in diese kurze Existenz, die uns gewährt wird, durch die wir gleiten und uns davor ängstigen zu lieben. Dabei zertrampeln wir genau das, was geliebt werden könnte, und vertagen die wahre Bedeutung des Lebens, als wäre der wichtigste Tag nicht heute, sondern ein Tag, der noch kommt. Und doch wird die gleiche Welt, die dazu bestimmt erscheint, uns zu zerstören, unsere Rettung. Wenn wir gefragt werden, ob wir länger leben wollen, sagen wir immer: ja!

DANIEL GIMÉNEZ CACHO
(in der Rolle des Don Diego del Zama)

Daniel Giménez Cacho ist ein in Spanien geborener, mit dem Ariel Award ausgezeichneter mexikanischer Schauspieler, der in vielen Filmen der wichtigsten spanischsprachigen Filmregisseure mitwirkte. Dazu zählen Regisseure wie Guillermo Del Toro, Alfonso Cuarón, Jorge Fons und Pedro Almodóvar mit Filmen wie LA MALA EDUCACIÓN (2004) or Y TU MAMÁ TAMBIÉN (2001). THE SUMMIT (Santiago Mitre, 2017) ist seine jüngste Beteiligung an einem argentinischen Film, der in Cannes 2017 Premiere feierte. Giménez Cacho wirkte auch in LA HORA MARCADA mit, einer TV-Produktion unter der Regie von Alfonso Cuarón and Guillermo Del Toro.

LOLA DUEÑAS
(in der Rolle der LUCIANA PIÑARES DE LUENGA)

Lola Dueñas ist eine spansiche Schauspielerin, die früh durch ihre Mitwirkung in TV-Serien bekannt wurde (POLICÍAS, EN EL CORAZÓN DE LA CALLE). Bald wechselte sie zum Kino und wurde zu einer festen Größe im SchauspielerInnenensemble von Pedro Almodóvar. Sie spielte in HABLE CON ELLA (2002), VOLVER (2005), YO, TAMBIÉN (2009), LOS ABRAZOS ROTOS (2009) und LOS AMANTES PASAJEROS (2013). Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt sie mehrere Goya Awards und gehört zu den prägnantesten und international angesehensten Schauspielerinnen spanischer Sprache.

MATHEUS NACHTERGAELE
(in der Rolle des VICUÑA PORTO)

Matheus Nachtergaele ist ein renommierter und mit vielen Preisen ausgezeichneter brasilianischer Schauspieler. Seit Jahrzehnten arbeitet er in den Bereichen Kino, Theater und Fernsehen, er wirkte in zahlreichen international beachteten Filmproduktionen mit, u. a. FOUR DAYS IN SEPTEMBER (Bruno Barreto, 1997 – Oscar-Nominierung als Best Foreign Language Film 1998), CITY OF GOD (Fernando Meirelles, 2002 – vier Oscar-Nominierungen 2004, u. a. Best Director), CENTRAL STATION (Walter Salles, 1998 – zwei Oscar-Nominierungen 1999, u. a. Best Foreign Language Film) sowie in drei Spielfilmproduktionen von Regisseur Cláudio Assis – MANGO YELLOW (2002), BOG OF BEASTS (2006) und RAT FEVER (2011).

JUAN MINUJÍN
(in der Rolle des VENTURA PRIETO)

Juan Minujín wurde in Argentinien geboren und kann auf eine lange Karriere als Theaterschauspieler zurückblicken. Er wirkte in zahlreichen Theaterproduktionen in Buenos Aires mit, sein Portfolio wird durch die gelegentliche Mitarbeit in TV- Produktionen ergänzt, wie etwa in der HBO-Produktion EL MARGINAL. Seine erste Kinorolle nahm er in UN AÑO SIN AMOR (Anahi Berneri, 2007) an. Seitdem wirkte er ohne Unterbrechung in über 20 Independent-Produktionen mit, u. a. in EL ABRAZO PARTIDO (Daniel Burman, 2004), 2+2 (Diego Kaplan, 2012) und CORDERO DE DIOS (Lucía Cedrón, 2008). Für diese und weitere Filme erhielt er zahlreiche Preise und Nominierungen.

ZAMA
Argentinien/Brasilien/Spanien/Frankreich/Niderlande/Mexiko/Portugal/USA 2017 | 115 Min. | Bild 1:1,78 | DCP-2k und BluRayDisc | Farbe | OmU
Buch & Regie: Lucrecia Martel | Kamera: Rui Poças | Schnitt: M. Schverdfinger, K. Harley | Ton: Guido Berenblum | künstlerische Leitung: Renata Pinheiro | Kostüme: Julio Suárez | Tongestaltung: Guido Berenblum | Tonschnitt: Emmanuel Croset | Maske: Marisa Menta | Hairstyling: Alberto Moccia | Casting: V. Souto, N. Smirnoff | Regieassistenz: Fabiana Tiscornia | mit: Daniel Giménez Cacho, Lola Duenas, Matheus Nachtergaele, Juan Minujín | Herstellungsleitung: Javier Leoz | Produktionsleitung: Guillermo Kuitca, Juan Manuel Collado, Fabiana Tiscornia, Elvira González Fraga, Alejandro Musich, Gonzalo Rodríguez Bubis, Julia Solomonoff | Ausführende Produzenten: Pablo Cruz, Gael García Bernal, Diego Luna, Angelisa Stein | Koproduzenten: Pedro Almodóvar, Agustín Almodóvar, Esther García, Marie-Pierre Macia, Claire Gadéa, Juan Pablo Galli, Juan Vera, Alejandro Cacetta, Eva Eisenloeffel, Leontine Petit, Joost de Vries, Michel Merkt, Luís Urbano, Georges Schoucair, Joslyn Barnes, Danny Glover, Susan Rockefeller, Juan Perdomo, Natalia Meta | Produzenten: Benjamin Domenech, Santiago Gallelli, Matías Roveda, Vania Catani | Produktion: Rei Cine, Bananeira Filmes | Koproduktion: El Deseo, Patagonik, MPM Film, Canana, Lemming Film, KNM, O Som e a Fúria, Louverture Films, Schortcut Films, Telecine, Bertha Foundation, Perdomo Productions, Picnic Producciones, Punta Colorada de Cinema

MATERIAL

Fotos (41MB)
Portrait Fotos Lucrecia Martel (35 MB)
Trailer youtube, vimeo
DCP Trailer OmdU 1,31 Go
Plakat (A4 jpg 7 Mb )

Österr. Kinostart gefördert von:

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