TARPAULINS

Ein Film von Lisa Truttmann

Kinostart Österreich: 22.06.2018 u.a. in Metro Kinokulturhaus, Programm Kino Wels, KIZ Royal Kino Graz,  LeoKino Innsbruck, Filmgalerie Krems und ab 05.07 im Admiral Kino Wien
01.06 18:30 Uhr Krems Premiere im Filmgalerie in Anwesenheit von Lisa Truttmann + Golden Pixel Cooperative Weißes Licht Programm mit Viktoria Schmid
08.06 19 Uhr Wels Premiere im Programmkino in Anwesenheit von Lisa Truttmann und Local Heroes Leni Gruber
15.06 Kurzfimprogramm von Lisa Truttmann im Blickle Kino
19.06 Graz Premiere im KIZ Royal Kino
20.06 19:30 Uhr Wien Premiere im Metro Kinokulturhaus in Anwesenheit von Lisa Truttmann + Golden Pixel Cooperative Weißes Licht Programm und mit Zoll+
22.06 19 Uhr Innsbruck Premiere im LeoKino in Anwesenheit von Lisa Truttmann + Golden Pixel Cooperative WeißesLicht Programm
24.06 11:00 Uhr St. Pölten Premiere Matinée im Cinema Paradiso in Anwesenheit von Lisa Truttmann

Der Film wird im Metro Kinokulturhaus bei jeder Vorführung von Weißes Licht, einem Kurzfilmprogramm begleitet. Weißes Licht besteht aus allen alle Farben. In Form einer Carte Blanche präsentiert die Golden Pixel Cooperative das Spektrum ihrer Arbeitsweisen. GPC ist eine ortsunabhängige Plattform für Bewegtbild und Bildende Kunst.

Synopsis:
An der US-Westküste finden sich in den lokalen Zeitungen schier unzählige Annoncen von Kammerjägern. Die titelgebenden Tarpaulins sind eine Art von Zelten, in die ganze Ein- und Mehrfamilienhäuser à la Christo eingehüllt werden, um die Immobilien in einem zweiten Schritt begasen und so das Ungeziefer vernichten zu können. TARPAULINS verwebt die Geschichte der Zeltbahnen mit jener der ungeliebten Bewohner (oder eher Vertilger) der Häuser – einer der Erzählstränge verführt gar zu Horrorfilm-Fantasien: Termiten! Und erweitert das Feld um ästhetische Sensationen: Farben, Formen und Geräusche der Tarpaulins – und selbstredend auch die Geräusche der Termiten. Ein Fest für die Sinne! [Viennale]

Der Ausgangspunkt für Tarpaulins ist ein farbenfrohes Störmoment im Stadtbild von Los Angeles: ein Haus, das in eine riesige gestreifte Plane gehüllt ist. Es ist eines der Zelte, die zur Schädlingsbekämpfung mit Giftgas befüllt werden. Die Filmemacherin Lisa Truttmann erzählt die Geschichte dieser geheimnisvollen Objekte, indem sie über einen Zeitraum von zwei Jahren die buntgestreiften Zelte aufspürt. Sie dokumentiert die Wohnhäuser, die Termiten und die Spuren, die sie hinterlassen. Wir folgen ihnen, denn sie führen uns auf ganz spezielle Weise durch Los Angeles und seine Viertel. Die Suche nach den winzigsten Bewohnern der Stadt und ihren Jägern wirft Fragen nach Leben und Tod, Profit und Verlust, Heim und Fremde, Mikro- und Makrokosmos auf. Die Zelte werden zu temporären Skulpturen, gigantische Kreaturen, die sich im Wind blähen, Skelette, die von Arbeitern verhüllt und entblößt werden. Holzstrukturen, beinahe fertige Häuser, nach einem Angriff zu zerklüfteten Mondlandschaften erodiert. Und dort, unter dem farbenprächtigen Umhang mit seiner brutalen Funktion gelingt es Truttmann im Unheimlichen etwas Wahrhaftiges einzufangen.

Aus dem Off hören wir die Stimmen von Bauarbeitern, Kammerjägern, Insektenforschern, Chemikern, Stadtplanern, Schriftstellern und Reisenden, die in ständigem Austausch miteinander begriffen sind. Die Beobachtung springt von einem zum Nächsten, während ein Alter Ego die eigenen Gedanken und ihren Ursprung infrage stellt. Einem persönlichen Weg folgend werden nach und nach die visuellen, politischen, sozialen und ökonomischen Zusammenhänge offengelegt. Als Essayfilm richtet Tarpaulins einen subjektiven Blick auf einen Ort, begleitet von einer mäandernden Diskussion, die sich „ungezähmter Aktivität“, emsiger Arbeit, abschweifenden Überlegungen und obsessiven Gedankengängen hingibt.

INFOS
AT/USA-2017, 78 min, Englisch und Spanisch OmdU, DCP-2K und BluRayDisc, farbig, Bildformat: 1:1.85, Tonformat 5.1 Surround
Konzept und Realisation: Lisa Truttmann | Projektassistenz: Nora Sweeney | Mitwirkende: Sonja Bertucci, Ben Neufeld,  Behrouz Rae, Andy Rector, Nora Sweeney, u.v.a. | Tonmischung: Aidan Reynolds | Förderungen: BKA – innovativer film, Land Niederösterreich, Stadt Wien MA7, CalArts

FESTIVALS
CPH:DOX Copenhagen Film Festival, Viennale, Diagonale – Festival des österreichischen Films, Urban Bloom Festival Wien

MATERIAL
DCP Trailer (965 MB)
Trailer Vimeo & Youtube
Plakat (A1 pdf CYMK, A4 web RGB)
Filmfotos (16MB)
Fotos Lisa Truttmann (98MB | Kredit: Elsa Okazaki)

BIOGRAPHIE
Lisa Truttmann, geboren 1983 in St.Pölten, lebt und arbeitet als Medienkünstlerin und Filmemacherin in Wien. Studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien sowie Film und Video am California Institute of the Arts. Seit 2005 zahlreiche Ausstellungen sowie Festivalteilnahmen.
Kurzfilme, u.a.: ANYTHING CAN HAPPEN (2013) | BABASH (2014) | 6500 (2015) | TABULA RASA (2015).
=> www.lisatruttmann.at

Lisa Truttmann ist Migtlied von The Golden Pixel Cooperative
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INTERVIEW
“In the essay film, not everything can be verified”  Desistfilm

Tarpaulins

Österr. Kinostart gefördert von:
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 ExpoLisaA Zig-Zag Attempt:

Their home in mine, or the other way around
Eine „termitische“ Annäherung an Los Angeles

Eine Ausstellung von Lisa Truttmann rund um ihren Film TARPAULINS
Wien – Los Angeles und wieder zurück: Nach der Festivalpremiere ihres Essayfilms  „Tarpaulins“ transferiert die Wiener Künstlerin und Filmemacherin Lisa Truttmann ihre künstlerische Investigation der Lebens- und Arbeitskraft von Termiten von der Leinwand direkt in den Ausstellungsraum. Das Heim der Termiten ist unter anderem dort, wo Menschen wohnen und dort, wo Holz ist. Gespickt mit subtilen Klanginstallationen sind es folglich Holzkonstruktionen, die im T/abor den Raum vermessen. In einem Schwenk zwischen Mikro- und Makroperspektive eröffnet Truttmann einen überraschenden Blick auf die Megalopolis Los Angeles und ihre unsichtbaren Bewohner mit beträchtlichem Zerstörungspotential. Die Übertragung ins Dreidimensionale setzt zudem Arbeits- und Denkprozesse mitsamt ihren Werkzeugen in Szene: Der white cube gerät zum Zirkuszelt, Baumaterial und Bewegtbild halten Zwiesprache und das Zettelwerk verdichtet sich zum Kunstbuch, kurz: „A Zig-Zag Attempt“ entführt für Momente an einen anderen Ort und macht damit auch die produktiven Zwischenräume von Film und Kunst sicht- und erlebbar. [Antonia Rahofer]

Klanginstallation: Thomas Grill | Konstruktion: Paul Leitner | Mit Unterstützung des BKA
T/abor, Taborstrasse 51/3, 1020 Wien (
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