Vitalina Varela

Die kapverdische Vitalina Varela, 55 Jahre alt, kommt drei Tage nach der Beerdigung ihres Mannes in Lissabon an. Sie wartete seit 25 Jahren auf ihr Flugticket.  In der Dunkelheit eines Viertels, durchzogen von sakralen Schatten – plötzlich das Rot blutiger Betttücher. Vitalina, zu spät gekommen, bleibt nur noch, die Dinge ihres verstorbenen Ehemanns zu regeln. Sie weint nicht um das Unglück: Unter elenden, verwahrlosten Männern rekonstruiert sie aus der Erinnerung ein solides Haus auf den Kapverden, eins nach dem andern, Wand für Wand – gegen ihre triste Realität und Existenz, die sich in Portugal kein anständiges Dach über dem Kopf leisten konnte. [Locarno]

Kinostart: Herbst 2020

Viennale 2019

VITALINA VARELA
PT-2019 | 124 Min. | Farbe | Originalfassung i Cape Verdeanisches Kreole/Portugesisch
Regie Pedro Costa | Mit Vitalina Varela, Ventura, Manuel Tavares Almeida, Francisco Brito, Imídio Monteiro, Marina Alves Domingues | Produzent Abel Ribeiro Chaves | Kamera Leonardo Simões |Drehbuch Pedro Costa, Vitalina Varela | Ton João Gazua | Sound Designer Hugo Leitão | Schnitt João Dias, Vítor Carvalho |Produktion OPTEC Sociedade Óptica Técnica

Pedro Costa, Filming the Saga of Lisbon’s Cabo Verdeans, New York Review of Books

The best looking and most emotionally resilient movie of the year so far. Somber but (somehow!) electrifying, its frequent wordlessness, its consummate stillness, are a thrill. Vanity Fair

„Jedes einzelne der von Costas aus dem Schatten kunstvoll ausgeleuchteten Bilder ist exquisit.“Dominik Kamalzadeh, taz

„Der überragende Film bei diesem Festival, ein Kunstwerk, das jeden Rahmen sprengt und doch keinen Augenblick in seiner Konzentration nachlässt.“ Daniel Kothenschulte Frankfurter Rundschau

Teurer Zement: Vitalina Varela von Pedro Costa von Patrick Holzapfel – Jugend ohne Film

Vitalina Varela