Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall (소설가의 영화)

Das Wiedersehen der berühmten Romanautorin Junhee mit zwei Bekannten hat einen leicht bitteren Beigeschmack: Der eine, der selbst das Schreiben aufgegeben hat, um am Stadtrand von Seoul eine Buchhandlung zu eröffnen, schuldet ihr noch einen Kommentar zu ihrem letzten Buch. Der andere, ein Filmemacher, hat ihren Roman doch nicht verfilmt. Schlimmer ist, dass Junhee seit einer Weile nichts mehr veröffentlicht hat. Sie hinterfragt ihre Arbeit und jene Sensibilität, die seit jeher ihren Stil sowie ihre charismatische Persönlichkeit prägt. Auf einem Spaziergang mit dem Regisseur lernt sie eine bekannte Schauspielerin kennen, die sich in einer ähnlichen Schaffenskrise befindet. Die beiden spüren eine Verbundenheit, welche die Autorin auf die Idee zu einem Film bringt, der ihr erster werden soll.
Hong Sangsoos 27. Spielfilm ist Anlass einer bezaubernden Begegnung zwischen Kim Minhee und Cho Yunhee. Er erzählt von der Rolle der Zeit in einem Leben, das der Kunst gewidmet ist, und feiert die Schönheit zufälliger Begegnungen ebenso wie die Bedeutung von Wahrhaftigkeit im trügerischen Filmbusiness. Und er ist ein Loblied, ja eine Liebeserklärung an seine Darsteller*innen. Selbst für den, der mit seiner Kunst vertraut ist, ist die hinreißende Offenheit dieses neusten Werkes schlicht überwältigend.

Spieltermine

WIEN Votivkino Mi. 30.11 15:30 Uhr
WIEN Filmmuseum Mo. 26.12 18 Uhr
BREGENZ Filmforum am Do. 2. Februar
KLAGENFURT Volkskino Sa. 17.12 20:15 Uhr. So. 18.12 18:30 Uhr, Mo. 19.12 16:30 Uhr und Di. 20.12 20:15 Uhr
VILLACH Filmstudio OmdU am Fr. 25.11 16:45 Uhr and with english subtitles on Thursday 29th of november, 5:45pm

 

Hong Sangsoo Retrospektive im Filmmuseum bis 9. Jänner 2023

 

Kinostart: ab 04.11.2022 u.a. bei der Viennale (Premiere), Metro Kinokulturhaus Wien, Votivkino Wien, Leokino  Innsbruck (+ Mini-Retrospektive und Buchpräsentation), KIZ Royal Kino Graz (+Mini-Retrospektive und Buchpräsentation), Moviemento Linz (+Mini-Retrospektive und Buchpräsentation)

Pressespiegel

★★★★★  „Pures Kinoglück“ Filmstart

„Der Zauber von Hongs Kino ist: Ehe man sich versieht, ist ein Film vorbeigezogen, der sich gar nicht mehr nach Stellprobe, dafür sehr nach dem Leben selbst anfühlt.  Hongs Filme gehen im Kleinen den großen Dingen auf den Grund.“ Der Tagespiegel

„Eine Studie à la Tschechow über kleine Momente und glückliche Zufälle, das heißt, es ist eine Studie über Menschen, wie sie wirklich leben.“ The New York Times

„Mit Ozu Yasujirō, wird Hong Sangsoo gelegentlich verglichen. Das hat viel mit der anscheinend immer noch steigerbaren Einfachheit und trügerischen Alltäglichkeit seiner Filme zu tun, die in Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall einen neuen Höhepunkt erreicht.“ Der Standard

„Ein typischer Hong-Film: (Kultur-)Menschen begegnen sich, reden, trinken viel Reisschnaps – aber kommen einfach nicht zum Punkt. Gibt es den überhaupt? Oder machen sich alle nur etwas vor? Das ist unweigerlich tragikomisch. Und wirkt in Hongs schlichter, schnittarmer Inszenierung schmerzlich authentisch, trotz Sprachbarriere. Ein schönes aktuelles Beispiel läuft jetzt im Kino: Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall.“ Die Presse

„Der Film folgt seinem Narrativ wie eine Gänseblümchen-Kette.“  mubi notebook

★★★★★   Film Dienst

„Von zarter Schönheit.“ perlentaucher

Die Magie von Hongs Filmen ist eine Magie des Moments. Darum gibt es nie ein fertiges Drehbuch, Dialoge, Ideen werden am Morgen des Drehtags entwickelt – und alle Beteiligten überlassen sich dem, was beim Drehen geschieht. Und so sieht man dann drei Frauen am Tisch. Eine sagt einen schlichten lyrischen Satz, die andere übersetzt ihn in Gebärden, die die Schriftstellerin dann nachzumachen versucht. Sehr einfach ist das und hat doch die Magie des Haiku. „Der Tag ist noch hell, aber bald dunkelt es. Lass uns spazieren gehen, solange es hell ist.“ An Tagen, an denen es früh dunkel wird, kann man nun ins Kino gehen und mit einer südkoreanischen Schriftstellerin ins Helle spazieren.“  taz

★★★★ „Eine philosophische Reflexion über den Wert von Zufallsbegegnungen und die poetische Kraft des Kinos.“ Kleine Zeitung

„Der Minimalist Hong Sangsoo ist ein Meister der subtilen Beobachtung. Mit Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall verfeinert er sein Kino.“ Esther Buss, Der Tagesspiegel

„Hong Sangsoo ist der lässigste der Starregisseure aus Südkorea.“ Süddeutsche Zeitung

„Es ist einfach nur schön.“ 8/10 The Twin Geek

„Es ist gewissermaßen die Essenz des Kinos von Hong Sang-soo, dass winzigen Verschiebungen im scheinbar profanen Alltag das ganze Menschsein entschlüpft.“ Film Dienst

„Es gibt Liebe, es gibt Verrat, man sitzt viel rum, man isst viel, man trinkt viel und in dieser Alltagssituation gibt’s eben eine große Komik.“ Rüdiger Suchsland, Deutschlandfunk

„Auch in glücklicheren Zeiten kann man die therapeutische Kraft von Hong Sang Soos Filmen gut gebrauchen, aber jetzt legt er seinen Finger auf den Kulturfolger der Pandemie – den Virus der Stagnation. Mehr muss man darüber gar nicht sagen: Sobald uns das Leben wieder mehr Zufallsbegegnungen erlaubt wie in den Filmen des Koreaners, kommt auch die Kreativität zurück.“ Frankfurter Rundschau

„A tense, absorbing and finally enchanting new movie by Hong Sangsoo.“ LA Times

„Hong Sangsoo hat den Zuschauern immer den Eindruck vermittelt, dass er - oder besser gesagt, er und Kim - genau den Film machen, den sie machen wollen, aber selten vor Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall schien es den beiden so viel Glück zu bringen.“ The Playlist

„Diese Grenzüberschreitungen aber machen den Reiz des Films aus, weil sie gestatten, bei den verschiedenen Personen hinter die Maske der Konvention zu schauen.“ Berliner Zeitung

„Hongs Kino ist ebenso umfangreich wie begrenzt. [...] Bei aller Respektlosigkeit bleibt Hongs Kino ein Ort der unaufdringlichen Ruhe. “ Frieze

„Völlig überraschend und anrührend zugleich.“ tip berlin

„Eine leichte Komödie von universeller Zugänglichkeit mit einem großartigen Ensemble.“ rbb

„Einer der schönsten Filme des Regisseurs, der letztlich eine rührend aufrichtige Hommage an sein Leben als Filmemacher und an die Liebe ist, die er durch die Kunst entdeckt hat.“ Little White Lies

„Hongs bisher offenstes, emotionalstes und persönlichstes Filmwerk... eine spürbare Lebensbejahung.“ In Review Online

„The Novelist’s Film is filled with winking jabs at Hong’s fixations, suggesting a grand joke at his own expense, namely how his dialogue-driven, visually modest work is often called ‘literary.’ Yet the film takes a broader, more wondrous look at how an accomplished artist in one medium might attempt to tackle another with no grounding in its rules and standards.“ Slant

„Der in ungewöhnlich kontrastreichem Schwarzweiß gedrehte Film - Hong verantwortet Regie, Drehbuch und Schnitt - ist ein spritziges, leichtes Vergnügen, das auf ironische Weise die Welt des Filmemachens kommentiert und sogar einen plötzlichen Farbklecks enthält. Aber die eigentliche Offenbarung von Hongs Filmografie ist, dass er so oft Themen wieder aufgreift, Szenen wiederverwertet und aus demselben kleinen Pool von Stammmitarbeitern neu besetzt, und doch fühlt sich jeder seiner Filme wie ein frischer Wind an, getaucht in eine luftige Spontaneität.“ Sight and Sound

Biografie

Hong Sangsoo ( 홍상수) debütierte 1996 mit seinem erstaunlichen Spielfilm The Day A Pig Fell Into The Well. Seitdem sind 28 Filme entstanden, für die Hong das Drehbuch schrieb und Regie führte. Sie alle zeichnet eine komplexe und strenge Architektur unter einer scheinbar einfachen Oberfläche aus, die durch wie zufällig wirkende Interaktionen der Figuren entsteht. Bekannt für seine einzigartige Bildsprache und seine beispiellose Filmästhetik – zählt Hong Sangsoo zu den etabliertesten Autorenfilmern des zeitgenössischen koreanischen Kinos.

 

FILMOGRAFIE (Auswahl)
2022 Walk Up
2022 소설가의 영화 (Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall )
2021 당신 얼굴 앞에서 (In Front of You Face)
2021 인트로덕션, (Introduction)
2019 도망친 여자 (Die Frau, die rannte)
2019 강변 호텔 (Hotel by the River)
2018 풀잎들 (Grass)
2017 그 후 (The Day After)
2017 클레어의 카메라 (Claire’s Camera)
2017 밤의 해변에서 혼자 (On the Beach at Night Alone)
2016 당신자신과 당신의 것 (Yourself and Yours)
2015 지금은맞고그때는틀리다 (Right Now, Wrong Then)
2014 자유의 언덕 (Hill of Freedom)
2013 우리 선희 (Our Sunhi)
2013 누구의 딸도 아닌 해원 (Nobody’s Daughter Haewon)
2012 다른 나라에서 (In Another Country)
2011 북촌방향 (The Day He Arrives)
2010 옥희의 영화 (Oki’s Movie)
2010 하하하 (Hahaha)
2009 잘 알지도 못하면서 (Like You Know It All)
2008 밤과 낮 (Night and Day)
2006 해변의 여인 (Woman on the Beach)
2005 극장전 (A Tale of Cinema)
2004 여자는 남자의 미래다 (Woman Is the Future of Man)
2002 생활의 발견 (Turning Gate)
2000 오! 수정 (Virgin Stripped Bare by Her Bachelors)
1998 강원도의 힘 (The Power of Kangwon Province)
1996 돼지가 우물에 빠진 날 (The Day a Pig Fell Into the Well)

Festivals & Preise

Berlinale 2022 - Silberner Bären Großen Preis der Jury
Viennale 2022 - in Anwesenheit von Hong Sangsoo & Kim Minhee

Material

Filmplakat

Fotos
Plakat (A1 jpg)

Trailer Vimeo, Youtube, DCP (1,8 Go)

Buch über HSS

Ende Oktober 2022 erscheint erstmals eine Buchpublikation zu Hong Sangsoo in deutscher Sprache: "Hong Sangsoo. Das lächerliche Ernste" von Sulgi Lie bei der Edition Le Studio.

 

Sulgi Lie ist Filmwissenschaftler und Theoretiker. Er ist Gastprofessor am Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Universität der Künste Berlin. Er ist Autor von „Gehend Kommen. Adornos Slapstick: Charlie Chaplin & The Marx Brothers“ (Berlin 2022) und „Towards a Political Aesthetics of Cinema: The Outside of Film“ (Amsterdam 2020). Momentan arbeitet er an einer Studie zum Verhältnis von Technik und Körper in der Filmkomödie.

ISBN 978-3-9505312-0-6
80 Seiten
Erste Auflage 30. Oktober 2022
Erhältlich u.a. im Satyr Buchhandlung (Metro Kinokulturhaus), Österreichisches Filmmuseum und weitere
Buchhandlungen in Wien: Orlando, Hartlieb 1090, Oechsli Buch&Papier, phil, Walter König Buchhandlung im Museumsquartier
Preis: € 15,00
Bestellungen: kontakt@lestudio.at

HSS Retrospektive

Hong Sang-soo Frühe Werke
Österreichische Filmmuseum
2. bis 30. November 2022

 
Die außergewöhnliche Produktivität des südkoreanischen Regisseurs Hong Sang-soo manifestiert sich in 28 Filmen und drei Kurzfilmen in 26 Jahren: eine Welt, in die man bei unserer zweiteiligen Retrospektive eintauchen kann. Jeder der Filme ist dabei wie ein Baustein von einem Gebäude, in dem man sich in einem Taumel aus Differenzen und Wiederholungen (und Reduktionen) alsbald wieder verliert.
 
1960 als Sohn einer Filmproduzentin geboren, studierte Hong Film in Seoul und den USA. Auf dem Rückweg nach Südkorea widmete er sich einer regelrechten Filmorgie in der Pariser Cinémathèque und drehte nach einigen Regiearbeiten für das Fernsehen 1996 seinen ersten Kinospielfilm. Sein Stil ist absolut unverwechselbar, seine Filmsprache folgt ihrer eigenen Grammatik: eine Geschichte, die sich ausgehend von einem Ereignis, über das wenig bis gar nichts bekannt ist, entfaltet; eine Betonung der weiblichen Perspektive sowie der Unzulänglichkeit, Feigheit und/oder Grausamkeit der Männer; Besäufnisse, die Wahrheiten enthüllen; statische Einstellungen von sprechenden Menschen; langsame Zooms auf die Figuren in Schlüsselmomenten von langen Plansequenzen, und sehr oft eine Zäsur, mit der eine Spiegelung/Variation der Geschichte einsetzt.
 

Nach ein paar experimentellen Versuchen entschied sich Hong unter dem Einfluss von Robert Bressons Journal d'un curé de campagne (Tagebuch eines Landpfarrers, 1950) für das Erzählkino. Jahrelang trägt er Bressons Buchs Notizen zum Kinematographen als Vademecum bei sich, in dem man eine Art Manifest für Hongs Filme lesen mag: "Ein kleines Sujet kann Vorwand sein für vielfältige und tiefe Kombinationen. Meide die zu weiten oder zu entfernten Sujets, wo nichts dich warnt, wenn du dich verirrst. Oder aber nimm davon nur, was in dein Leben vermengt sein könnte und aus deiner Erfahrung kommt." Denn sowohl Hongs Protagonist*innen (Regisseure, Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Uni-Professoren, Filmstudent*innen) als auch die Schauplätze (Seoul und andere koreanische Städte, Paris, wo er gelebt hat, Cannes und Berlin, wo er oft mit seinen Filmen bei Festivals zu Gast ist) sind ihm nah.
 
In ihrer angenehmen und fesselnden Weise wirken seine Filme absichtlich eher leichtgewichtig. Hong vermeidet Selbstgefälligkeiten und auffällige Ambition, er baut lieber filigrane Strukturen aus scheinbar beiläufigen, spielerischen und sardonischen Beobachtungen, um Banalitäten entwirft er eine Choreografie des Alltags in all seinen Unwägbarkeiten. Hongs Filme könnten auch als Studien der Idiotie gesehen werden, der Filmwissenschaftler Sulgi Lie spricht vom "lächerlichen Ernst".

Im November zeigen wir Hongs frühe Werke, die besser budgetiert und länger sind als die späteren Filme der 2010er Jahre. Sein Debüt ist die Romanverfilmung Daijiga umule pajinnal (The Day a Pig Fell Into the Well, 1996), deren düstere Charaktere noch vom Ende der Militärdiktatur geprägt sind und sich als feige, unreife und ignorante Männer erweisen. Wie seine Regiekollegin Claire Denis feststellte, sind Frauen die eigentlichen Heldinnen von Hongs Filmen. Schon im selbstverfassten Zweitling Kangwondo eui him (The Power of Kangwon Province, 1998) zeigt sich Hongs Freude am Spiel mit der Filmstruktur.

Während seines Studiums des experimentellen Films in Chicago hatte Hong eine Offenbarung durch ein Bild von Cézanne: "Wenn ich sein Gemälde sehe, brauche ich nichts anderes mehr". Bei Eric Rohmer findet er diese Geste Cézannes wieder: Objekte einer konkreten Situation (ein Berg, ein Baum oder eine Karaffe) verwendet er als Rohmaterial, um zur Abstraktion zu gelangen. Cézanne zeichnet die Linien zwischen einer konkreten Umgebung und einer abstrakten Konstruktion. Während Cézanne hier aufhört, wäre Picasso weitergegangen – und just diese Zwischenwelt interessiert auch Hong, der sagt: "In Kangwondo eui him und Oh! Soo-jung (The Virgin Stripped Bare by Her Bachelor, 2000) ist das Verhältnis von Konkretem und Abstraktion wasserdicht; man muss diese Filme auf zwei Ebenen sehen. Mit Saenghwalui balgyeon (On the Occasion of Remembering the Turning Gate, 2002) und Yeojaneun namjaui miraeda (Woman Is the Future of Man, 2004) habe ich diese sehr künstliche Konstruktion aufgegeben und versucht, in der Mitte zu sein."

Mit Keuk jang jeon (Tale of Cinema, 2005) wird ein neuer Zyklus eingeleitet, auch gründet Hong Sang-soo bei dieser Gelegenheit seine Produktionsfirma, Jeonwonsa. Mit Hilfe eines Films-im-Film erweitert er die formalen Möglichkeiten, fügt eine Stimme aus dem Off hinzu und führt das ein, was zu seinem Markenzeichen wird: den Zoom. Anschließend legt der von Jean Renoirs The Woman on the Beach (1947) übernommene Titel Hawbyuneui yoein (Woman on the Beach, 2006) nahe, dass Hong den von ihm verehrten Filmemachern (Bresson, Rohmer, Ozu, Buñuel, Renoir, John Ford), treu bleibt, aber der Film etabliert vor allem einen komödiantischen Impetus in seinem Werk: von Männern in einer Fantasiewelt und Frauen, die ihrer Bildwerdung zu entkommen versuchen. Ban gua nat (Night and Day, 2008) schließlich ist Hongs erster im Ausland gedrehter Film: Ein junger Maler flieht nach Paris und findet sich am Ende in einer koreanischen Gemeinschaft wieder. Jal aljido mothamyeonseo (Like You Know It All, 2009) wiederum hebt das Vertrauen von Hongs Kino in die Zuschauer*innen hervor: Seine Filme bauen ein Universum auf, in dem das Publikum besonders willkommen ist, weil ihm ein Platz in der Dramaturgie eingeräumt wird. (Pierre-Emmanuel Finzi)
 
In Kooperation mit der Botschaft der Republik Korea in Wien
 
Teil 2 dieser Retrospektive, der sich den jüngeren Arbeiten von Hong Sang-soo widmet, zeigen der Filmmuseum kommenden Dezember und Jänner.